FAUST von Johann Wolfgang Goethe
Theater an der Taganka, Moskau
Regie: Jurij Ljubimow
TERMINE:
| Berlin |
06.10.03 - 07.10.03 |
Arena |
| Dresden |
10.10.03 -11.10.03 |
Schauspielhaus Dresden |
Ljubimow packte die umfangreiche zweibändige Geschichte
Fausts, seine Beziehungen zu den Höheren Kräften und zu sich
selbst in 1 Stunde 40 Minuten Bühnenzeit. Dabei philosophiert und
unterhält er einfach und ohne Umschweife, verführt und führt
zurück auf den richtigen Weg. Dabei bleibt er für das heutige
Publikum der präziseste Prophet und Herrscher der Seelen, Faust und
Mephisto in einer Person. Ljubimow hat nicht zufällig sein 85. Jubiläum
mit Faust, seinem Lieblingsschauspiel von der Unvollkommenheit der Welt,
begangen. Er ist, wie früher, davon überzeugt, dass Theater
aggressiv sein muss, dass die Klassiker nur darauf warten richtig verstanden
zu werden, dass der Sinn des Lebens im Streit liegt, auch im Streit mit
sich selbst.
„Außerdem banden mich irgendwelche seltsame Fäden
an Boris Pasternak, der Faust ins Russische übersetzt hat. Pasternak
sagte auch, dass er in der Poesie Goethes Rivale sei. Der Übersetzer
sei in der Prosa Sklave, in der Poesie könne er Rivale sein. Da sind
zwei Genies zusammengekommen: ein russisches und ein deutsches. Und ich
hatte das Gefühl, mich anschließen zu können. Ich denke,
dass die beiden genialen Dichter mir das schon verzeihen werden“.
Jurij Ljubimow
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